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Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht

In der Regel betrachten es alle mündigen und gesunden Menschen als selbstverständlich, eigene Entscheidungen zu treffen und den eigenen Willen auszudrücken.

Die Vorstellung von Situationen, in denen es nur eingeschränkt oder überhaupt nicht möglich ist den eigenen Willen zu äußern, geschweige denn eigene Entscheidungen zu treffen, wird oft verdrängt. Dabei können durch Krankheiten oder Unfälle altersunabhängig und unerwartet Situationen eintreten, in denen die Willensbekundung unmöglich wird. Wurden für diese Fälle keine Vorausverfügungen getroffen, regelt das Betreuungsgesetz das weitere Verfahren. Nun entscheidet das zuständige Amtsgericht über die Einsetzung eines rechtlichen Betreuers.

Zur rechtlichen Absicherung des Selbstbestimmungsrechts (Artikel 2 des Grundgesetzes) in Situationen, in denen aufgrund von

  • psychischen Krankheiten,
  • geistigen Behinderungen (bspw. Koma nach einem Unfall, Schlaganfallfolgen etc.),
  • seelischen Behinderungen (bspw. Demenz u. a.) und
  • körperliche Behinderungen

eine Hilfsbedürftigkeit (§ 1896 Abs. 1 BGB) vorliegt, ist es von besonderer Wichtigkeit im Zustand der Gesundheit in den vorgenannten Bereichen eine schriftliche Vorsorge zu treffen.

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Eine anwaltlich individuell verfasste Patientenverfügung und umfassende Vorsorgevollmacht, im Bedarfsfalle auch in Verbindung mit einer ärztlichen Bestätigung des Gesundheitszustandes, ist eine wesentliche Voraussetzung für die Akzeptanz der zuständigen Stellen (Ärzte, Banken, Behörden, Krankenhäuser etc.). Die Hinterlegung der Daten in einem bundesweiten Register garantiert den ständigen Zugriff der Amtsgerichte auf die hinterlegten Vollmachten, und dient im Zweifelsfalle als entsprechender Nachweis der Bevollmächtigung. Aufgrund einer intensiven betreuungsrechtlichen Tätigkeit wird Ihnen eine kompetente, individuelle und umfassende rechtliche Fundierung in der Abfassung Ihrer Patientenverfügungen und allgemeinen Vorsorgevollmachten geboten.